Der Heizenergiebedarf einzelner Häuser und anderer gewerblicher Gebäude ist unterschiedlich. Der Grund dafür liegt in den Parametern des Gebäudes wie Volumen, Höhe, Gebäudetyp und Verwendungszweck und anderen. Die baulichen Gegebenheiten sind einer der wichtigsten Faktoren, die bei der Wahl der richtigen Wärmequelle berücksichtigt werden müssen. Eine weitere wichtige Determinante ist die Fläche des Hauses. Die richtige Wahl des Heizgeräts und des Brennstoffs ist eine Investition für viele Jahre. Dem Kauf eines Heizkessels sollte eine Analyse der Gegebenheiten und Bedürfnisse vorausgehen.
Die Auswahl eines Heizgeräts und einer Heizungsanlage ist ein sehr komplexes Thema, das sich für eine Person, die tagtäglich wenig mit der Baubranche zu tun hat, als schwierig und problematisch erweisen kann. Schließlich können zwei Immobilien mit ähnlichen Parametern, wie z. B. Höhe oder Fläche, völlig unterschiedliche Wärmeverluste aufweisen. Schließlich wird der Wärmerückhalt durch die verwendeten Fenster- und Türsysteme, ihre Abnutzung - falls vorhanden - und die Dicke der Wanddämmschicht beeinflusst. Bei modernen Konstruktionen sollten alle wichtigen Informationen in den Energieausweis des Gebäudes aufgenommen werden.
Wenn Sie keine Unterlagen haben, mit deren Hilfe Sie bestimmen können, welches Herd- und Schornsteinsystem Sie verwenden sollten, um Ihre Immobilie warm zu halten und sie wirtschaftlich und effizient zu betreiben, lohnt es sich, ein professionelles Energieaudit in Auftrag zu geben. Die einmalige Investition in die Erstellung eines solchen Dokuments erspart Ihnen in Zukunft Geld, das Sie fälschlicherweise für einen schlechtsitzenden Herd ausgegeben haben. Sowohl zu wenig als auch zu viel Heizleistung kann in jeder folgenden Saison Verluste verursachen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die optimale Leistung eines Herdes zu berechnen. Tabellen mit Richtwerten für den Heizenergiebedarf liefern einen Näherungswert für den Heizenergiebedarf, wobei das Alter des Gebäudes berücksichtigt wird. Die Näherungswerte beruhen auf der Kenntnis der am häufigsten verwendeten Baumaterialien und der zum Zeitpunkt der Errichtung geltenden Normen. Alle Berechnungen erfordern Sorgfalt und Präzision. Die Gesamtfläche eines Gebäudes ist nicht mit der Nutzfläche identisch. Auch wenn es sich hierbei nur um Nuancen zu handeln scheint, so sind sie doch entscheidend für die richtige Wahl des Heizgeräts und -systems. Es ist daher wichtig, die Angaben auf den Produktdatenblättern der einzelnen Geräte genau zu beachten.
| Alter und Art des Hauses oder Gebäudes | Ungefährer Wärmebedarfskennwert | |
| Pro m² bei einer Höhe von 2,5-2,7 m | Kubikinhalt (pro m³) | |
| Unisoliert vor 1970er Jahren | min. 120 W/m² | min. 48 W/m³ |
| Ungedämmt von 1970er bis 1980er Jahre | 100 W/m² | 40 W/m³ |
| Vor den 1990er Jahren, gedämmt mit 5 cm Polystyrolschaum | 80 W/m² | 32 W/m³ |
| 1990s. (5 cm Polystyrolschaum) | 70 W/m² | 28 W/m³ |
| 2000-2010, 8-10 cm Dämmung | 60 W/m² | 24 W/m³ |
| Nach 2010, Standard 15 cm Dämmung | 50 W/m² | 20 W/m³ |
| Nach 2010, Spezialdämmung | 40 W/m² | 16 W/m³ |
| Niedrig-Energie und passiv | 10-40 W/m² | 4-16 W/m³ |