Richtig gemachte Schornsteinsysteme garantieren nicht nur langfristigen thermischen Komfort, sondern erhöhen vor allem auch die Sicherheit der Nutzer erheblich. Schlecht gewählte Systeme können zu übermäßigem Brennstoffverbrauch, Rußablagerungen oder Flecken an Wänden und Decken führen. Es ist auch wichtig zu bedenken, dass ein ineffizientes Schornsteinsystem den Betrieb des automatischen Kesselsystems eines Hauses erheblich beeinträchtigen kann. Ein gutes Schornsteinsystem ist daher wichtig für Gesundheit, Sicherheit, Finanzen und Ästhetik.
Auf dem Markt gibt es typischerweise mehrere Arten von Schornsteinsystemen:
- Universalschornsteine. Unter diesen sind keramische Schornsteine am weitesten verbreitet. Sie entfernen Verbrennungsgase bei Temperaturen zwischen 60 und 600°C. Sie können sowohl an Festbrennstoff- als auch an Flüssigbrennstoffkocher angeschlossen werden. Sie sind beständig gegen Säuren.
- Standard-Modelle. Dies sind ebenfalls keramische Schornsteine, aber sie haben ihre Grenzen. Sie haben keinen Kondensator, daher ist die Verbrennung von flüssigen Brennstoffen nicht möglich. Ein Standardschornstein führt Rauchgase mit Temperaturen zwischen 200 und 600°C ab. Er ist eine kostengünstigere Option als ein Universalschornstein.
- Schornsteine für Brennwertkessel. Ein Brennwertkessel ist ein Kesseltyp, der darauf ausgelegt ist, Wasserdampf zu kondensieren und die so erzeugte Wärme zu nutzen. Dies minimiert die Energie, die aus dem Ofen in den Schornstein entweicht. Brennwertkessel nutzen die Wärme in den Abgasen wieder und sind dadurch effizienter. Das Rauchgas, das aus einem Brennwertkessel in den Schornstein austritt, hat eine Temperatur von ca. 45°C, im Vergleich zu über 100°C bei einem herkömmlichen Ofen. Das bedeutet, dass die Energie nicht verloren geht und vollständig zur Beheizung des Gebäudes genutzt wird.
Schornsteine aus verschiedenen Materialien
Schornsteine gibt es in einer Vielzahl von Konstruktionsvarianten. Sie können aus Stahl, Keramik oder Hybrid sein.
- Keramisch. Dies sind Schornsteine aus hochwertigem säurebeständigem Material. Sie sind extrem langlebig, aber auch recht schwer. In diesem Fall müssen Sie möglicherweise ein separates Fundament bauen;
- Stahl. Dies können emaillierte Schornsteine sein, die für Kamine und Festbrennstofföfen vorgesehen sind. Ein weiterer Typ sind hitzebeständige Schornsteine, die auch für Kamine und Heizkessel geeignet sind. Der letzte Typ sind säurebeständige Schornsteine, die hauptsächlich für flüssige Brennstoffe und moderne Festbrennstofföfen bestimmt sind. In diesem Fall darf die Abgastemperatur jedoch 300°C nicht überschreiten.
- Hybridmodelle - sind eine Kombination aus einem Stahlschornstein mit einem Schornstein Keramik. Hybridschornsteine bestehen aus einem mit Stahl ummantelten Keramikrohr. Sie sind nicht schwer und benötigen daher keinen zusätzlichen Sockel.
Bei der Auswahl eines Schornsteins sollten Sie sich immer an dem von Ihnen gewählten Ofen orientieren. Erst später können Sie über ästhetische Elemente nachdenken. Vor dem Kauf ist es ratsam, sich die Angebote professioneller Anbieter anzuschauen, zum Beispiel auf Firend24.de.